Anker SOLIX C1000 Gen 2 im Datencheck: 49 Minuten bis voll
Die zweite Generation lädt in 49 Minuten von null auf hundert Prozent. Das ist der schnellste Wert in unserem gesamten Testfeld, neun Minuten schneller als die erste Generation und sieben schneller als die EcoFlow DELTA 3 Plus. Dazu wurde sie 1,6 Kilogramm leichter und stärker: 2.000 statt 1.800 Watt Dauerleistung. Verloren hat sie zwei Dinge: 32 Wattstunden Kapazität und die Möglichkeit, mit einer Zusatzbatterie zu wachsen.
6,5 Wie die Note 6,5 zustande kommt
Acht Kriterien, jedes zählt gleich viel, alle aus den Datenblättern gerechnet. Die besten Werte stehen bei Zelltyp (10,0), die schwächsten bei Garantie und Spitzenreserve.
- Energiedichte6,5
- Dauerlast je Wattstunde8,3
- Spitzenreserve3,7
- Zelltyp10,0
- Zyklenfestigkeit8,2
- Solar-Eingang je Wattstunde4,6
- Ladezeit am Netz9,6
- Garantie1,0
1.024 Wh, 32 Wh weniger als die erste Generation (1.056 Wh). In der Praxis sind das rund zwei Prozent, also eine gute halbe Stunde Router und Licht.
2.000 W Dauerleistung. In der 1-kWh-Klasse erreicht das sonst nur die Jackery Explorer 1000 Plus; Bluetti, EcoFlow und die erste Generation der C1000 bleiben bei 1.800 W.
3.000 W Spitze, 600 W mehr als die erste Generation (2.400 W). Die EcoFlow DELTA 3 Plus liegt mit 3.600 W darüber, die Jackery Explorer 1000 Plus mit 4.000 W deutlich.
LFP-Zellen nach Herstellerangabe, dieselbe Chemie wie bei allen anderen Geräten der Klasse.
4.000 Zyklen bis 80 Prozent Restkapazität, ein Drittel mehr als bei der ersten Generation (3.000 bei derselben Schwelle). Gleichauf mit Bluetti Elite 100 V2 und EcoFlow DELTA 3 Plus.
11,3 kg, 1,6 kg leichter als die erste Generation. Nur die Jackery Explorer 1000 v2 ist mit 10,8 kg noch leichter, bietet dafür aber 400 statt 600 W Solar und lädt mehr als doppelt so lange.
600 W bei maximal 60 V, unverändert gegenüber der ersten Generation. Der schwächste Punkt im Vergleich: Bluetti Elite 100 V2 und EcoFlow DELTA 3 Plus nehmen je 1.000 W an. Achtung bei US-Tests, dort steht 1.600 W, das gilt für die amerikanische Ausführung.
49 Minuten von 0 auf 100 Prozent bei 1.600 W Ladeleistung. Der schnellste Wert in unserem gesamten Testfeld und ausdrücklich auf 100 Prozent bezogen, nicht auf 80.
Anker nennt für die Gen 2 keine Garantiedauer, nur zehn Jahre Haltbarkeit. Das ist eine Aussage über die Zellen, keine Garantie. Wir setzen deshalb konservativ die gesetzliche Gewährleistung an, bis der Hersteller eine Zahl nennt.
4 Schuko-Steckdosen in der EU-Ausführung, dazu ein USB-A, drei USB-C und eine Kfz-Steckdose. Bluetti Elite 100 V2 und Jackery Explorer 1000 v2 haben je zwei Steckdosen.
Was wir mögen
- 49 Minuten von 0 auf 100 Prozent am Netz, der schnellste Wert in unserem gesamten Testfeld
- 2.000 W Dauerleistung, mehr als jedes andere Gerät der 1-kWh-Klasse außer der Jackery Explorer 1000 Plus
- 11,3 kg, 1,6 kg leichter als die erste Generation (12,9 kg)
- 4.000 Zyklen bis 80 Prozent statt 3.000 bei der ersten Generation
- 4 Schuko-Steckdosen, doppelt so viele wie bei Bluetti Elite 100 V2 und Jackery Explorer 1000 v2
Wo wir Abstriche machen
- Nicht mehr erweiterbar, die erste Generation nimmt eine Zusatzbatterie an
- 600 W Solar-Eingang, nur 60 Prozent dessen, was Bluetti Elite 100 V2 und EcoFlow DELTA 3 Plus annehmen (je 1.000 W)
- 1.024 Wh statt 1.056 Wh bei der ersten Generation
- Anker nennt für die Gen 2 keine Garantiedauer, nur eine Haltbarkeitsaussage über zehn Jahre
49 Minuten, und zwar bis hundert Prozent
Der Wert, der dieses Gerät von allen anderen unterscheidet, steht beim Laden. 49 Minuten von null auf hundert Prozent, mit 1.600 Watt aus der Steckdose.
Das ist aus zwei Gründen bemerkenswert. Erstens ist es der schnellste Wert in unserem gesamten Testfeld, über alle Klassen hinweg. Die EcoFlow DELTA 3 Plus braucht 56 Minuten, die Bluetti Elite 100 V2 70, die Jackery Explorer 1000 v2 102.
Zweitens, und das ist der wichtigere Punkt: Anker bezieht die Angabe ausdrücklich auf hundert Prozent. Mehrere Hersteller in dieser Klasse veröffentlichen nur die Zeit bis achtzig Prozent, weil die letzten zwanzig Prozent bei LiFePO4-Zellen mit sinkender Leistung laden. Wer solche Zahlen nebeneinanderlegt, vergleicht Ungleiches. Hier ist der Wert direkt vergleichbar.
Praktisch heißt das: Die Station lässt sich in einer Mittagspause füllen. Wer sie zwischen zwei Einsätzen nachlädt, im Handwerk, auf Reisen, zwischen zwei Veranstaltungen, gewinnt gegenüber einer Jackery fast eine Stunde.
Was die zweite Generation verloren hat
Zwei Dinge, und das erste steht in keiner Werbung.
Die Erweiterbarkeit ist weg. Die erste Generation der C1000 nimmt eine Zusatzbatterie an und wächst damit auf mehr als die doppelte Kapazität. Die Gen 2 kann das nicht. Anker schreibt selbst, man habe darauf verzichtet, um Gewicht und Größe zu reduzieren, und empfiehlt für erweiterbare Kapazität ausdrücklich weiterhin das ältere Modell.
Das ist eine echte Entscheidung, keine Kleinigkeit. Wer eine Powerstation als Einstieg kauft und plant, später aufzustocken, steht bei der Gen 2 vor einer Sackgasse: Die nächste Stufe ist dann ein zweites Gerät, kein Zusatzakku.
Die Kapazität ist minimal gesunken, von 1.056 auf 1.024 Wattstunden. Das sind drei Prozent und im Alltag kaum spürbar. Es zeigt aber, wohin die Entwicklung geht: Die zweite Generation ist auf Leistung und Tempo optimiert, nicht auf Vorrat.
Anker empfiehlt für erweiterbare Kapazität ausdrücklich weiter die erste Generation. Wer aufstocken will, kauft die ältere Station.
Der Solareingang bleibt der schwache Punkt
600 Watt, unverändert gegenüber der ersten Generation. In der 1-kWh-Klasse nehmen die Bluetti Elite 100 V2 und die EcoFlow DELTA 3 Plus je 1.000 Watt an.
Was das bedeutet, hängt davon ab, wie geladen wird. Wer die Station überwiegend an der Steckdose füllt, wird den Unterschied nie bemerken; dort ist die Anker die schnellste im Feld. Wer mit Modulen arbeitet, merkt ihn an jedem sonnigen Tag: Bei 1.000 Watt Modulleistung nimmt die Anker 600 an, der Rest bleibt ungenutzt.
Ein Hinweis zu englischsprachigen Tests: Dort steht für die C1000 Gen 2 häufig ein Solareingang bis 1.600 Watt und fünf Steckdosen. Das ist die amerikanische Ausführung. Die europäische hat 600 Watt und vier Steckdosen. Beide Datenblätter stehen im Quelltext derselben Herstellerseite, was die Verwechslung erklärt.
Warum unser Score trotzdem nicht höher liegt
Die Gen 2 ist technisch in fast jedem Punkt besser als ihre Vorgängerin, kommt in unserer Rechnung aber auf dieselben 6,5 von 10 Punkten. Das hat einen Grund, und wir schreiben ihn hin, statt ihn zu verstecken.
Eines der acht Kriterien ist die Garantie. Für die erste Generation nennt Anker auf der deutschen Produktseite ausdrücklich fünf Jahre. Für die Gen 2 steht dort keine Zahl, sondern nur „10 Jahre InfiniPower”, und das ist eine Aussage über die Haltbarkeit der Zellen, keine Garantiezusage. Solange der Hersteller nichts anderes nennt, setzen wir die gesetzliche Gewährleistung an. In diesem einen Kriterium fällt das Gerät damit auf den niedrigsten Wert, was die Gewinne bei Ladezeit und Leistung wieder aufwiegt.
Das ist bewusst die vorsichtige Variante. Sollte Anker eine Garantiedauer nachreichen, steigt der Score entsprechend, und wir tragen es hier nach. Umgekehrt gilt: Wer auf eine lange Garantie Wert legt, sollte vor dem Kauf beim Händler nachfragen, statt sich auf die Zehn-Jahres-Aussage zu verlassen.
Für wen sie nicht die richtige Wahl ist
Wer mit Solarmodulen lädt, bekommt bei der Bluetti Elite 100 V2 und der EcoFlow DELTA 3 Plus für dieselbe Kapazität den anderthalbfachen Solareingang. Wer später erweitern will, ist mit der ersten Generation der C1000 besser bedient. Und wer das leichteste Gerät der Klasse sucht, findet es in der Jackery Explorer 1000 v2 mit 10,8 Kilogramm, muss dafür aber 102 Minuten Ladezeit hinnehmen.
Anker SOLIX C1000 Gen 2, schnellste Ladung im Feld
Für wen lohnt sie sich, und für wen nicht?
Kurz laden, schnell weg
Wer die Station zwischen zwei Einsätzen an der Steckdose nachfüllt, gewinnt real Zeit: 49 Minuten statt 70 bei der Bluetti Elite 100 V2 oder 102 bei der Jackery Explorer 1000 v2.
Werkstatt und Baustelle
2.000 W Dauerleistung und 3.000 W Spitze decken Handkreissäge, Bohrhammer und Baustrahler ab. Vier Steckdosen bedeuten, dass keine Verteilerleiste mitmuss.
Off-Grid mit Solar
600 W Solar-Eingang sind die Schwachstelle. Wer mit Modulen lädt, bekommt bei Bluetti Elite 100 V2 oder EcoFlow DELTA 3 Plus je 1.000 W.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen C1000 und C1000 Gen 2?
Die zweite Generation lädt schneller (49 statt 58 Minuten), leistet mehr (2.000 statt 1.800 Watt), hält länger (4.000 statt 3.000 Zyklen bis 80 Prozent) und wiegt weniger (11,3 statt 12,9 Kilogramm). Sie hat dafür 32 Wattstunden weniger Kapazität und keine Erweiterungsmöglichkeit mehr. Anker empfiehlt für erweiterbare Kapazität ausdrücklich weiterhin die erste Generation.
Wie schnell lädt die Anker SOLIX C1000 Gen 2 wirklich?
49 Minuten von 0 auf 100 Prozent bei 1.600 Watt Ladeleistung. Die Angabe bezieht sich ausdrücklich auf 100 Prozent, nicht auf 80. Damit ist sie das schnellste Gerät in unserem Testfeld: EcoFlow DELTA 3 Plus 56 Minuten, Bluetti Elite 100 V2 70 Minuten, Jackery Explorer 1000 v2 102 Minuten.
Wie viele Steckdosen hat die C1000 Gen 2?
Die europäische Ausführung hat vier Schuko-Steckdosen, dazu einen USB-A, drei USB-C und eine Kfz-Steckdose, zusammen die neun Anschlüsse, die Anker nennt. Die US-Fassung hat fünf Steckdosen und einen Solareingang bis 1.600 Watt; beides gilt in Deutschland nicht.
Kann die C1000 Gen 2 mit einer Zusatzbatterie erweitert werden?
Nein. Anker verzichtet nach eigener Angabe darauf, um Gewicht und Größe zu reduzieren, und empfiehlt für erweiterbare Kapazität die erste Generation. Auch eine BP1000-Zusatzbatterie ist nicht vorgesehen.
Wie viel Solarleistung nimmt die C1000 Gen 2 an?
600 Watt bei maximal 60 Volt in der europäischen Ausführung, derselbe Wert wie bei der ersten Generation. Bluetti Elite 100 V2 und EcoFlow DELTA 3 Plus nehmen je 1.000 Watt an. Anker nennt 1,8 Stunden für eine Solarladung bei voller Modulleistung.
Wie lange gibt Anker Garantie auf die C1000 Gen 2?
Anker nennt auf keiner deutschen Produktseite eine Garantiedauer für dieses Modell, sondern nur eine Haltbarkeit über zehn Jahre. Für die erste Generation stehen dort ausdrücklich fünf Jahre. Wir rechnen deshalb konservativ mit der gesetzlichen Gewährleistung. Wer darauf Wert legt, sollte vor dem Kauf beim Händler nachfragen.
Michael Dymny
Gründer und Redakteur · Veröffentlicht am 22.09.2026
Quellen
- Anker SOLIX DE, C1000 Gen 2 Produktseite
- Anker SOLIX DE, C1000 Gen 2 Übersicht mit Generationsvergleich
- Anker SOLIX DE, C1000 (erste Generation) mit Garantieangabe
Die Bewertung entsteht aus diesen Angaben und den Datenblättern der Hersteller. Eigene Labormessungen führen wir nicht durch. Wie wir bewerten