Datencheck vom 15.05.2026 · 1-kWh-Klasse

Anker SOLIX C1000 im Datencheck: Gen 1 und Gen 2

Kurz gefasst

Der Anker SOLIX C1000 vereint 600 W Solar-Input mit 58 Min. Ladezeit: an der Steckdose die zweitschnellste der 1-kWh-Klasse, nur der EcoFlow DELTA 3 Plus lädt mit 56 Minuten schneller. Der entscheidende Kompromiss: 2.400 W Spitzenleistung, der niedrigste Wert im 1-kWh-Segment.

Anker SOLIX C1000
6,5von 10

Wie die Note 6,5 zustande kommt

Acht Kriterien, jedes zählt gleich viel, alle aus den Datenblättern gerechnet. Die besten Werte stehen bei Zelltyp und Garantie (10,0), die schwächsten bei Spitzenreserve und Solar-Eingang je Wattstunde.

  • Energiedichte5,4
  • Dauerlast je Wattstunde6,6
  • Spitzenreserve2,2
  • Zelltyp10,0
  • Zyklenfestigkeit4,6
  • Solar-Eingang je Wattstunde4,4
  • Ladezeit am Netz8,6
  • Garantie10,0

Jedes Kriterium läuft von 1 bis 10 und misst dieselbe Eigenschaft bei allen Geräten, etwa Wattstunden je Kilogramm oder Ladezyklen bis 80 Prozent Restkapazität. Wie wir bewerten

Technische Daten
MerkmalWertEinordnung
Kapazität1.056Wh

1.056 Wh, 32 Wh mehr als EcoFlow DELTA 2 und Bluetti Elite 100 V2 (je 1.024 Wh). Im Praxis-Alltag marginal; über die Staffeln eines Camping-Wochenendes macht der Puffer aber zwei zusätzliche Smartphone-Ladezyklen aus.

Dauerausgang1.800W

1.800 W AC-Dauerleistung, gleichauf mit EcoFlow DELTA 2 und Bluetti Elite 100 V2. Wasserkocher (1.600–2.200 W), Mikrowelle (800–1.200 W) und Heizlüfter (1.000–2.000 W) sind einzeln kein Problem. Die Jackery Explorer 1000 v2 bleibt mit 1.500 W darunter.

Spitzenleistung2.400W

nur 2.400 W Surge, niedrigster Spitzenwert im 1-kWh-Vergleich. Jackery erreicht 3.000 W, EcoFlow und Bluetti je 2.700 W. Kompressorkühlboxen mit hohem Anlaufstrom (> 400 W kurzzeitig) sollte man beim Einschalten beobachten; die meisten modernen 12-V-Boxen liegen aber unter 300 W Anlaufstrom.

ZelltypLiFePO4

LiFePO4, thermisch stabiler Industriestandard 2026. Kein Thermal-Runaway-Risiko, tiefentladeresistent bis –20 °C (reduzierte Kapazität). Gegenüber NMC-Zellen älterer Anker-Modelle ein klarer Sicherheitsschritt.

Zyklenfestigkeit3.000@ 80 % Kap.

3.000 Zyklen bei 80 % Restkapazität, gleiche Messbasis wie die EcoFlow DELTA 2. Jackery und Bluetti nennen 4.000 Zyklen, messen aber teilweise bei 70 % (Jackery) bzw. 80 % (Bluetti). Für saisonale Camper (50 Zyklen/Jahr): 60 Jahre Theorie-Lebenserwartung. Chemie-Alterung begrenzt vorher. Für Hochfrequenz-Nutzer (> 1 Zyklus/Tag) ist die Bluetti mit 4.000/80 % die bessere Langzeitinvestition.

Gewicht12,9kg

12,9 kg, schwerer als Jackery (10,8 kg, –16 %) und Bluetti (11,5 kg, –11 %), fast identisch mit EcoFlow DELTA 2 (12,0 kg). Für den Festeinbau im Wohnmobil spielt das keine Rolle; für häufigen Transport über weitere Strecken ist die Jackery die komfortablere Wahl.

Maße37,6 × 20,5 × 26,7cm

Solar-Input600W max.

600 W DC-Solar, 50 % mehr als die Jackery Explorer 1000 v2 (400 W) und 20 % mehr als die EcoFlow DELTA 2 (500 W). In der 1-kWh-Klasse reicht das für Platz vier: Bluetti Elite 100 V2 und EcoFlow DELTA 3 Plus nehmen je 1.000 W auf, die Jackery Explorer 1000 Plus 800 W. Für die Solar-Vollladung mit zwei 300-W-Panels nennt Anker rund 1,8 Stunden; unter realen Bedingungen dauert es eher drei.

AC-Ladezeit58Min. (0–100 %)

58 Min. 0–100 % AC, der zweitbeste Wert der 1-kWh-Klasse: Nur der EcoFlow DELTA 3 Plus lädt mit 56 Min. schneller. Dahinter folgen Jackery Explorer 1000 v2 (102 Min.), Bluetti Elite 100 V2 (rund 70 Min.) und EcoFlow DELTA 2 (80 Min.). ComputerBase misst 55 Min. bei rund 1.300 W Ladeleistung, auf einem Camping-CEE-Anschluss (16 A) problemlos.

Garantie5Jahre

5 Jahre Herstellergarantie bei Produktregistrierung, Branchenstandard. Anker SOLIX DE-Support per E-Mail und Telefon, Garantie-Abwicklung über ankersolix.com.

AC-Ausgänge4

4 Schuko-Steckdosen, gleichauf mit der EcoFlow DELTA 2 und der höchste Wert im Vergleich. Die Jackery Explorer 1000 v2 und die Bluetti Elite 100 V2 bieten je zwei. Dazu kommen 2 × USB-C (100 W und 30 W), 2 × USB-A und ein 12-V-Ausgang, zusammen die neun Anschlüsse, die Anker angibt (Aufschlüsselung: ComputerBase, 12/2023).

Quelle: Anker SOLIX DE Produktseite · 08.05.2026
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Pros & Cons

Was wir mögen

  • 600 W DC-Solar-Input, 50 % mehr als die Jackery Explorer 1000 v2 (400 W) und 20 % mehr als die EcoFlow DELTA 2 (500 W)
  • 58 Min. AC-Vollladung, zweitschnellste der 1-kWh-Klasse, nur der EcoFlow DELTA 3 Plus lädt mit 56 Min. schneller
  • 1.800 W AC-Dauerleistung, Mikrowelle, Heizlüfter und Wasserkocher kein Problem
  • LiFePO4-Zellen: 3.000 Zyklen bei 80 % Restkapazität, thermisch stabil, tiefentladeresistent
  • Schlankes Profil: 37,6 × 20,5 × 26,7 cm, 20,5 cm Tiefe, ideal für Wohnmobil-Einbauten
  • Anker-App mit Bluetooth, Ladesteuerung, Ausgangs-Management und Echtzeit-Monitoring
  • Neun Anschlüsse: 4 Schuko-Steckdosen, 2 × USB-C (100 W und 30 W), 2 × USB-A und ein 12-V-Ausgang (ComputerBase)

Wo wir Abstriche machen

  • Unter Volllast deutlich hörbar, 65,5 dB(A) frontal bei 2.000 W Entnahme, bei 500 W dagegen nur 41,9 dB(A) (ComputerBase)
  • Spitzenleistung 2.400 W, niedrigste im Segment (Jackery 3.000 W, EcoFlow und Bluetti je 2.700 W)
  • 12,9 kg, schwerer als Jackery (10,8 kg) und Bluetti (11,5 kg); fast identisch mit EcoFlow (12,0 kg)
  • 3.000 Zyklen bei 80 % Restkapazität, gleiche Basis wie die EcoFlow DELTA 2, die Bluetti Elite 100 V2 nennt auf derselben Schwelle 4.000
  • Keine spezifizierte USV-Umschaltzeit, ComputerBase bescheinigt zuverlässiges Umschalten, Anker nennt aber keinen Millisekundenwert

Bauform und Anschlüsse

Mit 20,5 cm Tiefe gehört die C1000 zu den flachsten Stationen der 1-kWh-Klasse, nur der EcoFlow DELTA 3 Plus ist mit 20,0 cm knapper. Sie passt noch in Kofferräume und Wohnmobil-Heckgepäckräume, in denen eine tiefere Station ansteht.

Beim Gewicht liegt sie mit 12,9 kg im Mittelfeld: leichter als die Bluetti AC180 und AC180P (je 16,0 kg) und die Jackery Explorer 1000 Plus (14,5 kg), schwerer als die Bluetti Elite 100 V2 (11,5 kg) und die Jackery Explorer 1000 v2 (10,8 kg). Wer die Station fest im Fahrzeug verbaut, merkt davon nichts. Wer sie regelmäßig trägt, schon.

Die Anschlussausstattung ist der Punkt, an dem viele Übersichten falsch liegen: Die C1000 hat vier Schuko-Steckdosen, nicht zwei. ComputerBase schlüsselt die von Anker genannten neun Anschlüsse im Test so auf: 4 × Schuko, 2 × USB-C (100 W und 30 W), 2 × USB-A (je 12 W) und ein 12-V-Kfz-Ausgang mit 120 W. Damit liegt sie gleichauf mit der EcoFlow DELTA 2 und an der Spitze des Vergleichsfelds: Die Jackery Explorer 1000 v2 und die Bluetti Elite 100 V2 bieten je zwei.

Was die Station tatsächlich kann

Die 1.800 W AC-Dauerleistung deckt Wasserkocher, Mikrowelle und Heizlüfter einzeln ab. Was dabei zählt, ist die Lautstärke, und die hängt stark an der Last: ComputerBase misst bei 500 W Dauerentnahme 41,9 dB(A) frontal, bei 2.000 W dagegen 65,5 dB(A). Zwischen Kühlbox und Wasserkocher liegen also gut 20 Dezibel. Im Wohnwagen fällt die C1000 bei kleinen Lasten kaum auf, unter Volllast ist sie deutlich zu hören.

Die 2.400 W Spitzenleistung sind der schwächste Wert im 1-kWh-Vergleich, und sie sind der eigentliche Kompromiss dieser Station. Jackery erreicht 3.000 W, EcoFlow und Bluetti je 2.700 W. Relevant wird das bei Geräten mit hohem Anlaufstrom, also Kompressorkühlboxen, Pumpen und Werkzeug mit Elektromotor. Anker erreicht die 2.400 W außerdem nur über die SurgePad-Funktion, die dafür die reine Sinuswelle verlässt.

Die 1.056 Wh Nennkapazität stehen nicht vollständig zur Verfügung, weil beim Wandeln Verluste anfallen. ComputerBase misst einen Wirkungsgrad von 94,0 % bei 500 W und 90,3 % bei 2.000 W Last, über einen kompletten Lade- und Entladezyklus zusammen 15,5 % Verlust. Die 15,5 % gelten für Laden und Entladen gemeinsam: Aus der Steckdose fließt entsprechend mehr hinein, als hinten wieder herauskommt. Für die Entnahme allein zählt der Entladewirkungsgrad, wer mit 1.056 Wh rechnet, sollte je nach Last also rund 950 bis 990 Wh nutzbar ansetzen. Unter Camping-Normallast (Kompressorkühlbox mit 60 W Anschlussleistung und rund einem Drittel Laufzeit, 2× Smartphone, Laptop, LED-Beleuchtung) liegt der Verbrauch bei rund 550 bis 700 Wh pro 24 Stunden, die C1000 trägt damit gut anderthalb Tage ohne Nachladen. Mit 600 W Solar und einem durchschnittlichen Sonnentag (4–5 Stunden Volllast-Äquivalent) lädt sie tagsüber deutlich mehr nach, als diese Last entnimmt.

600 Watt Solar, 58 Minuten bis voll, die C1000 ist für Solar-Camper gebaut, die keine Zeit verschwenden wollen.
– powerstation1.de, Datencheck Mai 2026

Solar-Laden: 600 W: das stärkste Argument

Der 600-W-Solar-Input ist der Grund, warum viele Anwender zur C1000 greifen. Anker gibt an, dass die Station mit 600 W Solar in 1,8 Stunden voll wird. Zwei 300-W-Panels reichen dafür rechnerisch aus, allerdings nur bei senkrechter Einstrahlung und kühlen Modulen.

Realistischer ist eine Überschlagsrechnung: Auf einem Sommer-Stellplatz liefern zwei 300-W-Panels über den Tag typischerweise 60 bis 80 Prozent ihrer Nennleistung, was etwa 360 bis 480 W entspricht. Damit dauert die Vollladung eher drei als zwei Stunden. Wer tagsüber 200 bis 300 Wh verbraucht und vier bis fünf Sonnenstunden hat, kommt trotzdem jeden Abend mit vollem Akku hin, ohne eine Steckdose zu brauchen.

Der Vergleich zur Konkurrenz ist klar: Jackery Explorer 1000 v2 (400 W Solar) braucht bei gleicher Strahlung gut 3,5 Stunden für den gleichen Ladestand. EcoFlow DELTA 2 (500 W Solar) etwa 2,5–3 Stunden. Mehr Solarleistung nehmen nur die Bluetti Elite 100 V2 und der EcoFlow DELTA 3 Plus (je 1.000 W) sowie die Jackery Explorer 1000 Plus (800 W) auf. Die Elite lädt dafür an der Steckdose langsamer (70 Min. gegen 58 Min. bei der C1000), der DELTA 3 Plus mit 56 Min. etwas schneller.

Ladezeit: 58 Minuten bis voll

58 Minuten von 0 auf 100 % an der Haushaltssteckdose gibt Anker an, und die Angabe hält der Nachprüfung stand: ComputerBase misst 55 Minuten bei 1.300 W Ladeleistung. In der 1-kWh-Klasse ist das der zweitbeste Wert, nur der EcoFlow DELTA 3 Plus lädt mit 56 Minuten noch etwas schneller. Danach folgen die Bluetti Elite 100 V2 mit rund 70 und die EcoFlow DELTA 2 mit 80 Minuten; am längsten brauchen die beiden Jackery-Modelle mit je 102 Minuten. Schnellladen kostet allerdings Ruhe: ComputerBase misst dabei 51 dB(A) frontal.

Was das in der Praxis bedeutet: morgens an den Stellplatz angefahren, C1000 eingesteckt, während des Frühstücks voll geladen. Oder auf einer Urlaubsroute: 60 Minuten an einer Steckdose (Hotel-Lobby, Campingplatz-Rezeption) reichen für einen vollen Akku. Wer viel pendelt, zwischen Stellplatz und Naturgebiet, zwischen Arbeit und Off-Grid-Wochenende, profitiert von dieser Flexibilität überproportional.

Notstrom: was Anker offenlässt

Die C1000 kann gleichzeitig laden und entladen und schaltet bei einem Netzausfall auf Akkubetrieb um. ComputerBase bescheinigt im Test, dass das zuverlässig funktioniert, misst aber keine Umschaltzeit, und Anker nennt für die erste Generation keine.

Das ist der Unterschied, auf den es ankommt. Für Licht, Router, Smartphone und Laptop spielt die Umschaltzeit keine Rolle. Ein NAS oder ein Desktop-PC ohne eigene USV startet dagegen neu, wenn die Lücke zu lang wird, und ohne spezifizierten Wert lässt sich das nicht zusichern. Wer genau das absichern will, sollte zu einem Gerät mit genannter Zeit greifen: Die EcoFlow DELTA 2 gibt EPS unter 30 ms an, die zweite Generation der C1000 nennt 10 ms. Ob für den eigenen Fall überhaupt eine Powerstation das richtige Gerät ist, klärt der Vergleich Powerstation oder Generator für Notstrom.

Erste oder zweite Generation?

Seit 2025 gibt es die C1000 in einer zweiten Generation. Sie wird parallel zur ersten verkauft, und weil beide fast gleich heißen, landet man beim Suchen leicht bei den Daten des jeweils anderen Geräts. Die Unterschiede sind erheblich:

C1000 (1. Generation) C1000 Gen 2
Kapazität 1.056 Wh1.024 Wh
AC-Dauerleistung 1.800 W2.000 W
Spitzenleistung 2.400 W3.000 W
Ladezeit am Netz 58 Min.49 Min.
Solar-Eingang 600 W600 W
Zyklen bis 80 % 3.0004.000
USV-Umschaltzeit nicht genannt10 ms
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Die zweite Generation ist in fast jedem Punkt die stärkere Station: mehr Dauerleistung, deutlich mehr Spitzenreserve, ein Drittel mehr Ladezyklen und, für Notstrom entscheidend, eine zugesicherte USV-Umschaltzeit von 10 Millisekunden. Nur bei der Kapazität liegt sie mit 1.024 Wh knapp unter der ersten Generation, ein Unterschied von drei Prozent, den im Alltag niemand bemerkt.

Was das für die Kaufentscheidung heißt: Die beiden Schwächen, die der ersten Generation in diesem Datencheck anzurechnen sind, hat Anker in der zweiten behoben. Wer die C1000 für Werkzeug, Pumpen oder eine Kompressorkühlbox mit hohem Anlaufstrom braucht, sollte zur zweiten Generation greifen. Wer sie als NAS- oder PC-Absicherung einplant, ebenfalls. Für reines Solar-Camping mit überschaubaren Lasten nehmen sich beide wenig, dort entscheidet der Preis.

Nach Angaben von Notebookcheck kam die zweite Generation im September 2025 zuerst in den USA auf den Markt; Anker führt sie inzwischen auch auf der deutschen Seite. Die Ausstattung nennt Notebookcheck mit fünf Steckdosen sowie einem USB-A- und drei USB-C-Anschlüssen, davon zwei mit 140 W.

Für wen wir sie empfehlen

Die C1000 ist die richtige Wahl für alle, die viel über Solar laden und wenig Zeit an der Steckdose verbringen: 600 W Solareingang und 55 bis 58 Minuten bis voll sind in dieser Klasse ein starkes Paket, und vier Steckdosen reichen für ein komplettes Camper-Setup.

Gegen sie sprechen zwei Dinge. Die 2.400 W Spitzenleistung sind der niedrigste Wert der Klasse, was bei Geräten mit hohem Anlaufstrom knapp werden kann. Und eine USV-Umschaltzeit nennt Anker für die erste Generation nicht. Wer viel trägt, findet mit der Bluetti Elite 100 V2 (11,5 kg) und der Jackery Explorer 1000 v2 (10,8 kg) leichtere Alternativen, die 12,9 kg der C1000 liegen im Mittelfeld.

Unser Fazit

Anker SOLIX C1000, Solar-Speed-Hybrid für ambitionierte Setups

Für wen lohnt sie sich, und für wen nicht?

BKW & Solar-Setup

Ja

600 W Solar-Input und 1.800 W AC machen die C1000 zur besten Wahl für BKW-Erweiterung und Wohnmobil-Festdachanlage. Zwei 300-W-Panels bringen sie laut Anker in rund 1,8 Stunden voll, unter realen Stellplatz-Bedingungen eher in drei.

Camper & Outdoor

Ja, aber

600 W Solar und vier Schuko-Steckdosen decken ein Camper-Setup mit mehreren Geräten ab. Beim Gewicht liegt sie mit 12,9 kg im Mittelfeld der 1-kWh-Klasse. Wer sie oft tragen muss, ist mit der Jackery Explorer 1000 v2 (10,8 kg) oder der Bluetti Elite 100 V2 (11,5 kg) besser bedient.

Homeoffice & Notstrom

Ja, aber

1.800 W AC deckt alle typischen Homeoffice-Lasten ab, vier Steckdosen reichen für Rechner, Monitor, Router und Licht. Anker nennt keine USV-Umschaltzeit. ComputerBase bescheinigt zuverlässiges Umschalten, ohne einen Millisekundenwert zu messen. Wer für NAS oder Desktop-PC eine garantierte Zeit braucht, ist mit der EcoFlow DELTA 2 (EPS < 30 ms) auf der sicheren Seite.

Häufige Fragen zur Anker SOLIX C1000

Reicht die Anker SOLIX C1000 als BKW-Pufferspeicher?

Ja, und das ist ihr stärkstes Einsatzgebiet. Mit 600 W DC-Solar-Input reichen zwei 300-W-Panels (oder drei 200-W-Panels in Reihe); Anker nennt dafür eine Vollladung in rund 1,8 Stunden, unter realen Bedingungen sind eher drei anzusetzen. Mit 1.056 Wh Kapazität und 1.800 W AC ist sie für einen 2- bis 4-Personen-Haushalt ein solider Abendspeicher, genug für Fernseher, Laptop, Router und Beleuchtung über 6–10 Stunden.

Wie schnell lädt die Anker SOLIX C1000 an der Steckdose?

Die Anker SOLIX C1000 lädt in 58 Minuten von 0 auf 100 %, der zweitbeste Wert der 1-kWh-Klasse; nur der EcoFlow DELTA 3 Plus ist mit 56 Minuten schneller. ComputerBase misst sogar 55 Minuten bei rund 1.300 W Ladeleistung. Jackery Explorer 1000 v2 (102 Min.), Bluetti Elite 100 V2 (rund 70 Min.) und EcoFlow DELTA 2 (80 Min.) liegen dahinter.

Was ist der Unterschied zwischen der Anker SOLIX C1000 und der SOLIX C800 Plus?

Die SOLIX C800 Plus war Ankers kleinere Einstiegs-Station und ist mittlerweile außer Verkauf; belastbare Datenblattwerte führen wir für sie deshalb nicht mehr. Für einen Neukauf ist die C1000 Ankers aktuelles Modell dieser Klasse: 1.056 Wh, 1.800 W AC-Dauerleistung, 600 W Solar-Input und LiFePO4-Zellen mit 3.000 Zyklen bis 80 % Restkapazität.

Wie vergleicht sich die Anker SOLIX C1000 mit der EcoFlow DELTA 2?

Beide bieten 1.800 W AC-Dauerleistung, LiFePO4-Zellen und vier Schuko-Steckdosen. Die C1000 gewinnt beim Solar-Input (600 gegen 500 W) und der Ladezeit (58 gegen 80 Minuten), ein deutlicher Vorteil für Solar-Anwender. Die EcoFlow DELTA 2 punktet mit einer spezifizierten EPS-Umschaltzeit unter 30 ms für kritische IT-Lasten, mit der Erweiterbarkeit um Zusatzakkus und mit der Smart-Home-Anbindung. Fazit: C1000 für Solar-Camper, DELTA 2 für Notstrom mit NAS oder Desktop-PC.

Anker SOLIX C1000 oder C1000 Gen 2, welche soll ich kaufen?

Die zweite Generation ist in fast jedem Punkt die stärkere Station: 2.000 statt 1.800 W Dauerleistung, 3.000 statt 2.400 W Spitze, 4.000 statt 3.000 Ladezyklen, 49 statt 58 Minuten Ladezeit und eine zugesicherte USV-Umschaltzeit von 10 Millisekunden, die die erste Generation nicht nennt. Der Solareingang ist bei beiden 600 W. Nur die Kapazität liegt mit 1.024 Wh knapp unter den 1.056 Wh der ersten Generation. Für Werkzeug, Pumpen und Notstrom lohnt die zweite Generation, für reines Solar-Camping entscheidet der Preis.

Taugt die Anker SOLIX C1000 als USV für NAS oder Desktop-PC?

Die C1000 kann gleichzeitig laden und entladen und schaltet bei einem Netzausfall auf Akkubetrieb um. ComputerBase bescheinigt im Test, dass das zuverlässig funktioniert, misst aber keine Umschaltzeit, und Anker nennt für die erste Generation keine. Für Beleuchtung, Smartphone, Router und Laptop ist das unerheblich. NAS-Systeme, Desktop-PCs und IP-Telefonanlagen brauchen dagegen eine zugesicherte Zeit: Die EcoFlow DELTA 2 nennt EPS unter 30 ms, die zweite Generation der C1000 nennt 10 ms.

Michael Dymny

Gründer und Redakteur · Veröffentlicht am 15.05.2026

Quellen

Die Bewertung entsteht aus diesen Angaben und den Datenblättern der Hersteller. Eigene Labormessungen führen wir nicht durch. Wie wir bewerten