News · 14. September 2026

IFA 2026: Jackerys neue Explorer-Serie und der FridgeGuard

Kurz gefasst

Jackery hat für die IFA drei Geräte einer zweiten Explorer-Plus-Generation angekündigt: Explorer 1000 Plus v2, 2000 Plus v2 und 3600 Plus, alle mit Zusatzakkus erweiterbar und mit über 6.000 Ladezyklen. Dazu kommt der FridgeGuard, eine Notstromlösung speziell für den Kühlschrank: unter 10 Millisekunden Umschaltzeit, 1.600 Watt Spitzenleistung, bis zu 15 Stunden Überbrückung. Kapazitäten und Leistungen der neuen Powerstations hat Jackery in der Ankündigung nicht genannt.

Küche in der Dämmerung mit geschlossenem weißem Kühlschrank an der Wand, daneben eine Arbeitsplatte mit einer Obstschale

KI-generiertes Bild

Drei neue Geräte, zwei offene Zahlen

Jackery hat am 17. August angekündigt, auf der IFA eine zweite Generation der Explorer-Plus-Reihe zu zeigen. Drei Modelle stehen darin: Explorer 1000 Plus v2, Explorer 2000 Plus v2 und Explorer 3600 Plus.

Was der Hersteller zu allen dreien nennt:

  • Lithium-Eisenphosphat-Zellen mit über 6.000 Ladezyklen bis mindestens 70 Prozent Restkapazität
  • Erweiterbarkeit über Zusatzakkus, wie schon bei der ersten Plus-Generation
  • Überarbeitete Ausgänge bei AC, USB-C und USB-A

Was er nicht nennt: Kapazitäten in Wattstunden, Ausgangsleistungen, Ladezeiten, Preise und einen Termin für den Verkaufsstart. Das ist bei Messeankündigungen üblich, macht die Geräte aber vorerst unvergleichbar. Wir tragen die Daten nach, sobald Jackery sie veröffentlicht, und nehmen die Modelle erst dann in unsere Bewertung auf.

Eine Zahl lässt sich schon einordnen. Über 6.000 Zyklen klingt nach dem höchsten Wert am Markt, und bei Jackerys eigener Messlatte ist er das auch. Der Vergleich mit anderen Herstellern hinkt trotzdem: Jackery misst bis 70 Prozent Restkapazität, Bluetti nennt für die Elite 200 V2 ebenfalls über 6.000 Zyklen, misst aber bis 80 Prozent. Gleiche Zahl, strengere Bedingung bei Bluetti.

Der FridgeGuard ist die eigentliche Neuigkeit

Interessanter als die dritte Generation einer bekannten Baureihe ist das zweite Gerät. Der FridgeGuard ist keine Powerstation im üblichen Sinn, sondern eine Notstromlösung für genau einen Zweck: den Kühlschrank.

Angabe Wert
Umschaltzeit bei Stromausfall unter 10 Millisekunden
Spitzenleistung 1.600 W
Überbrückung bis zu 15 Stunden
Mit Zusatzakku bis zu 30 Stunden
Installation zwischen Steckdose und Gerät, ohne Elektriker
Quelle: Jackery Pressemitteilung · 17.08.2026

Der Ansatz ist aus zwei Gründen bemerkenswert.

Er löst ein reales Problem statt eines gedachten. Bei einem Stromausfall ist der Kühlschrank das Gerät, dessen Ausfall am schnellsten teuer wird. Ein geschlossener Kühlschrank hält die Temperatur einige Stunden, eine Gefriertruhe länger; darüber hinaus verdirbt der Inhalt. Genau diese Lücke deckt ein Gerät mit 15 Stunden Überbrückung ab.

Er braucht keinen Eingriff in die Hauselektrik. Das ist der Punkt, an dem Notstromlösungen für Wohnungen sonst scheitern. Eine Powerstation kann die Heizung nicht versorgen, weil die fest verdrahtet ist. Der Kühlschrank dagegen steckt in einer normalen Steckdose, und genau dort setzt der FridgeGuard an.

Die 1.600 Watt Spitzenleistung sind für diesen Zweck plausibel: Ein Kühlschrankkompressor zieht beim Anlaufen ein Vielfaches seiner Dauerleistung, und daran scheitern kleine Notstromgeräte regelmäßig.

Was auch hier fehlt: Kapazität, Preis und Verfügbarkeit.

Was das für Käufer heute bedeutet

Wer jetzt eine Powerstation braucht, sollte auf keines dieser Geräte warten. Ohne Preis und ohne Termin ist eine Ankündigung keine Kaufoption, und bis Messegeräte im deutschen Handel stehen, vergehen erfahrungsgemäß Wochen bis Monate.

Zwei praktische Folgen hat die Ankündigung trotzdem.

Die erweiterbare Plus-Reihe geht weiter. Der bisherige Explorer 1000 Plus ist im europäischen Jackery-Shop bereits als nicht mehr erhältlich gekennzeichnet; dort verweist der Hersteller auf den Explorer 1000 v2, der aber gerade nicht erweiterbar ist. Mit dem Explorer 1000 Plus v2 bekommt diese Lücke einen Nachfolger. Wer auf Erweiterbarkeit angewiesen ist, hat also einen Grund zu warten.

Notstrom wird zum eigenen Produktsegment. Der FridgeGuard zeigt, wohin die Hersteller gehen: weg von der Universalkiste mit Steckdosen, hin zu Geräten für eine bestimmte Aufgabe im Haushalt. Was eine klassische Powerstation dabei kann und was nicht, steht in unserem Ratgeber zur Blackout-Vorsorge.

Bis die neuen Modelle lieferbar sind, bleibt in Jackerys Sortiment der Explorer 2000 v2 das Gerät mit dem besten Verhältnis aus Kapazität und Gewicht: 2.042 Wattstunden bei 17,5 Kilogramm. Die vollständige Palette steht in der Jackery-Modellübersicht.

Häufige Fragen

Welche neuen Powerstations hat Jackery auf der IFA 2026 gezeigt?

Drei Modelle einer zweiten Generation der Explorer-Plus-Reihe: Explorer 1000 Plus v2, Explorer 2000 Plus v2 und Explorer 3600 Plus. Alle drei nutzen Lithium-Eisenphosphat-Zellen, sollen über 6.000 Ladezyklen bis mindestens 70 Prozent Restkapazität durchhalten und lassen sich mit Zusatzakkus erweitern. Konkrete Kapazitäten in Wattstunden und Ausgangsleistungen nennt die Ankündigung nicht.

Was ist der Jackery FridgeGuard?

Eine Notstromlösung, die gezielt den Kühlschrank absichert. Nach Herstellerangabe schaltet sie bei einem Stromausfall in weniger als zehn Millisekunden um, liefert 1.600 Watt Spitzenleistung und überbrückt bis zu 15 Stunden, mit Zusatzakku bis zu 30. Das Gerät wird zwischen Steckdose und Kühlschrank gesetzt und braucht keinen Eingriff in die Hauselektrik.

Wann kommen die neuen Jackery-Geräte auf den Markt?

Einen Termin für den Verkaufsstart und Preise hat Jackery in der Ankündigung vom 17. August 2026 nicht genannt. Gezeigt wurden die Geräte auf der IFA vom 4. bis 8. September in Halle 2.2 an Stand 114. Erfahrungsgemäß liegen zwischen Messepremiere und Verfügbarkeit im deutschen Handel einige Wochen bis Monate.

Ersetzt der Explorer 1000 Plus v2 den bisherigen Explorer 1000 Plus?

Das liegt nahe. Der bisherige Explorer 1000 Plus ist im europäischen Jackery-Shop bereits als nicht mehr erhältlich gekennzeichnet, dort verweist der Hersteller auf den Explorer 1000 v2. Mit dem angekündigten Explorer 1000 Plus v2 bekommt die erweiterbare Baureihe einen direkten Nachfolger. Bestätigt hat Jackery diesen Zusammenhang nicht.

Sind die 6.000 Ladezyklen mit Angaben anderer Hersteller vergleichbar?

Nur eingeschränkt. Jackery nennt über 6.000 Zyklen bis mindestens 70 Prozent Restkapazität. Bluetti gibt für die Elite 200 V2 ebenfalls über 6.000 Zyklen an, misst aber bis 80 Prozent, also bis zu einem Zeitpunkt, an dem noch mehr Kapazität übrig ist. Dieselbe Zahl steht damit bei Jackery für die mildere Bedingung.

Michael Dymny

Gründer und Redakteur · Veröffentlicht am 14. September 2026

Quellen

Die Bewertung entsteht aus diesen Angaben und den Datenblättern der Hersteller. Eigene Labormessungen führen wir nicht durch. Wie wir bewerten