Anker SOLIX C300 im Datencheck: 288 Wh, 4,1 kg
Der Anker Solix C300 ist der kompakteste Einstieg ins Anker-Solix-Ökosystem: 288 Wh LFP, App-Steuerung, 4,1 kg für Digital Nomads. Kompromiss: nur 300 W AC, kein Wasserkocher, 90 Minuten Ladezeit am Netz.
5,8 Wie die Note 5,8 zustande kommt
Acht Kriterien, jedes zählt gleich viel, alle aus den Datenblättern gerechnet. Die besten Werte stehen bei Zelltyp und Garantie (10,0), die schwächsten bei Dauerlast je Wattstunde und Solar-Eingang je Wattstunde.
- Energiedichte4,0
- Dauerlast je Wattstunde2,0
- Spitzenreserve8,2
- Zelltyp10,0
- Zyklenfestigkeit4,6
- Solar-Eingang je Wattstunde2,0
- Ladezeit am Netz5,2
- Garantie10,0
SOLIX C300
288 Wh LFP, gleichauf mit dem Jackery Explorer 300 Plus (288 Wh) und praktisch gleichauf mit der EcoFlow River 3 Plus (286 Wh). Für den Home-Office-Use-Case: MacBook Air M-Chip (~25 W) = ~9–10 h Autonomie; Smartphone (15 Wh/Ladung) = 15–18 Vollladungen; externe USB-Hub-Monitor-Combo (~40 W) = ~6 h.
300 W AC, identisch mit Jackery Explorer 300 Plus. Laptop-Netzteile (45–100 W), kleine LED-Panels, Kamera-Lader: alle problemlos. Kaffeemaschine (800+ W), Wasserkocher (1.000 W): nicht möglich. C300 Pro wählen, wenn mehr als 300 W AC nötig.
600 W Surge, kurze Anlaufstrom-Spitzen möglich. Kleine Nespresso-Maschinen (450–600 W) könnten via Peak kurz starten. Im Dauerbetrieb bleibt aber die 300-W-Grenze bestehen.
LiFePO4, thermisch stabil, kein Thermal-Runaway-Risiko. Anker Solix setzt seit dem C1000 konsequent auf LFP; die C300-Linie setzt diese Strategie fort. Für Home-Office-Nutzer, die das Gerät in der Nähe des Arbeitsplatzes betreiben: sicherste Option.
3.000 Zyklen bis 80 %, bei 2 Ladezyklen/Woche entspricht das 28 Jahren. Für Home-Office-Nutzer, die das Gerät täglich nutzen und häufig laden: 10+ Jahre realistische Nutzungsdauer ohne spürbaren Kapazitätsverlust.
4,1 kg. Kompakt und leicht für den Schreibtisch. Jackery Explorer 300 Plus ist mit 3,75 kg leichter; EcoFlow River 3 Plus mit 4,7 kg schwerer. Für Büro-Desktop, Schreibtisch-Notstrom und Reisen: 4,1 kg sind gut handhabbar.
100 W Solar-Input, gleich wie Jackery Explorer 300 Plus, halb so viel wie EcoFlow River 3 Plus (220 W). Mit einem 100-W-Faltpanel (~80 W Praxis) Vollladung in ~3,5 h. Für Home-Office-Nutzer, die Solar nur selten nutzen: ausreichend. Für intensives Solar-Camping: EcoFlow River 3 Plus ist effizienter.
~90 Min. 0–100 % AC, zwischen Jackery 300 Plus (120 Min.) und EcoFlow River 3 Plus (60 Min.). Für tägliches Laden im Home-Office: 90 Minuten sind praktisch; im Hintergrund laden, während der Arbeitstag läuft.
5 Jahre Garantie laut Anker-EU-Produktseite, gleichauf mit EcoFlow und länger als bei Jackery in dieser Klasse. Für Nutzer, die das Gerät täglich einsetzen, ist die Garantiedauer ein relevantes Kriterium.
1× AC 230V, minimal, aber für Home-Office ausreichend (Laptop-Netzteil + Steckerleiste für weitere Geräte). Zusätzlich: 2× USB-A, 2× USB-C (45–100 W, für USB-C-Laptops direkt nutzbar), 1× KFZ.
Was wir mögen
- Anker-Markenvertrauen, vertrauter Einstieg in die Solix-Produktlinie für Anker-Kunden
- App-Steuerung (Anker-App), Bluetooth-Monitoring, Ladesteuerung, Ausgangskontrolle
- 288 Wh LFP, 15–18 Smartphone-Ladungen; MacBook Air M-Chip: ~9–10 h Autonomie
- 4,1 kg, kompakt für Büro-Desktop und Reise
- 3.000 Zyklen LFP bei 80 % Restkapazität, langlebig trotz Einsteiger-Klasse
- Anker-Upgrade-Pfad: C300 → C1000 mit gleicher App und gleichem Ökosystem
Wo wir Abstriche machen
- 300 W AC-Dauerleistung, Kaffeemaschinen (800+ W), Wasserkocher (1.000 W) nicht betreibbar
- 100 W Solar-Input, langsames Solar-Laden vs. EcoFlow River 3 Plus (220 W)
- C300 / C300 DC / C300 Pro Varianten-Verwirrung, vor Kauf Modell genau prüfen
- Nur eine AC-Steckdose, zwei 230-V-Geräte gleichzeitig gehen nur mit Steckerleiste
Varianten-Guide: C300, C300 DC oder C300 Pro?
Anker verkauft die C300-Serie in drei Varianten, das führt oft zu Verwechslungen. Vorweg: Geprüft haben wir für diesen Datencheck nur den C300. Die Angaben zu C300 DC und C300 Pro stammen von Anker.
| Modell | AC-Ausgang | DC-Ausgänge | Für wen |
|---|---|---|---|
| C300 | 300 W AC | USB-A, USB-C, KFZ | Nutzer mit AC-Geräten (Laptop-Netzteil, Kamera-Lader) |
| C300 DC | Kein AC (laut Anker) | USB-A, USB-C, KFZ | Outdoor-Nutzer ohne AC-Bedarf; leichter |
| C300 Pro | 600 W AC (laut Anker) | mehr Ausgänge | Nutzer, die 300+ W brauchen (Kaffeemaschinen, Kochplatten) |
Für diesen Review geht es um den C300 (mit AC): die Standardvariante für Home-Office und allgemeinen Gebrauch.
Anker-Marke als Vertrauensfaktor
Anker ist in Deutschland vor allem durch USB-Charger, Powerbanks und Ladekabel bekannt. Diese Marken-Aura überträgt sich auf die Solix-Powerstations: Käufer, die bereits Anker-Produkte kennen und schätzen, haben eine niedrigere Einstiegshürde als bei EcoFlow oder Jackery.
Für Tech-affine Home-Office-Nutzer, die das Gerät bei Amazon kaufen und eine vertraute Brand bevorzugen: Der Anker Solix C300 ist die natürlichste Wahl. Der Upgrade-Pfad zum C1000 (1.056 Wh, 1.800 W AC) ist klar und nutzt dieselbe App.
Der Anker Solix C300 ist der ideale Schreibtisch-Notfall-Puffer für Home-Office-Nutzer, 288 Wh reichen für einen vollen Arbeitstag am MacBook Air.
Home-Office-Praxis: Was bringt 288 Wh?
Szenario: Stromausfall um 10 Uhr morgens:
- MacBook Air M3 (25 W): ~9–10 h Autonomie
- Externer Monitor USB-C (15 W): ~17 h (mit MacBook zusammen: ~7–8 h)
- Router (10 W): ~24 h
- Smartphone-Laden (15 Wh/Ladung): 15–18 Ladungen
Für einen normalen Arbeitsunterbruch (1–4 h): Der C300 überbrückt problemlos. Für einen ganzen Arbeitstag off-grid: knapp möglich mit sparsamer Nutzung. Für längere Ausfälle: Anker Solix C1000 (1.056 Wh) ist die richtige Wahl.
Für wen er sich lohnt
Ähnlich positioniert wie Jackery Explorer 300 Plus und EcoFlow River 3 Plus. Für Home-Office-Käufer mit Anker-Affinität ist der C300 die naheliegende Wahl.
Anker Solix C300, Home-Office-Puffer für Anker-Fans
Für wen lohnt er sich, und wer sollte anders wählen?
Digital Nomads
288 Wh + App-Steuerung = ideale Notfall-Powerstation für Home-Office und Co-Working. MacBook Air läuft ~9–10 h; kein Wasserkocher, aber für Laptop-zentrierte Arbeit optimal.
Camping
288 Wh für Smartphones und Kameras ausreichend. Ein Wasserkocher scheitert an den 300 W Dauerleistung, dafür ist die Bluetti AC60 (600 W, 403 Wh) die bessere Wahl. Eine Kompressorkühlbox (40–60 W) läuft, aber nur rund einen halben Tag.
Heimnotstrom
Router, Smartphone und Laptop überbrückt. Für mehrere Geräte oder längeren Ausfall: Anker Solix C1000 (1.056 Wh) ist sinnvoller.
Häufige Fragen zum Anker Solix C300
Was ist der Unterschied zwischen Anker Solix C300, C300 DC und C300 Pro?
C300: 300 W AC + DC-Ausgänge, für Laptop-Netzteile und Kleinstgeräte. Zu den Schwestermodellen liegen nur Anker-Angaben vor: C300 DC laut Anker nur DC, kein AC, für Outdoor-Nutzer ohne AC-Bedarf; C300 Pro laut Anker 600 W AC und mehr Ausgänge. Geprüft haben wir nur den C300, Modell vor Kauf prüfen.
Wie viele Stunden betreibt der Anker Solix C300 ein MacBook Air (M-Chip)?
MacBook Air M2/M3 bei ~25 W: ~9–10 h Autonomie (288 Wh / 25 W, abzüglich ~15 % Wandlerverluste). Bei intensivem Betrieb (50+ W): ~5–6 h. Als Notfall-Reserve für einen Arbeitstag ausreichend.
Anker Solix C300 oder EcoFlow River 3 Plus, was ist besser?
Anker C300 gewinnt bei Markenvertrauen und App. EcoFlow River 3 Plus gewinnt deutlich bei AC-Leistung (600 vs. 300 W), Solar (220 vs. 100 W) und Ladezeit (1 h vs. 1,5 h). Für Home-Office ohne Wasserkocher-Bedarf: Anker ist vertrauter. Für Camping: EcoFlow überlegen.
Kann der Anker Solix C300 eine Kaffeemaschine betreiben?
Standard-Filtermaschinen (800+ W): nicht möglich (300 W Limit). Nespresso/Kapsel (450–600 W): via 600-W-Surge kurz möglich, Dauerbetrieb nicht garantiert. Für Kaffeemaschinen: Bluetti AC60 mit 600 W Dauerleistung. Der EcoFlow River 3 Plus wäre ebenfalls stark genug, ist aber seit dem 30.01.2026 abgekündigt.
Welche Ladestrategie ist für den Anker Solix C300 optimal?
Tägliche Home-Office-Nutzung: Charge Limit auf 80 % (Anker-App), schont LFP-Zyklen. Reise/Outdoor: 100 % Vollladung. Zeitplan-Laden (nachts, günstigerer Strom) via App konfigurierbar. Anker-App bietet Bluetooth-Monitoring in Echtzeit.
Michael Dymny
Gründer und Redakteur · Veröffentlicht am 01.06.2026
Quellen
Die Bewertung entsteht aus diesen Angaben und den Datenblättern der Hersteller. Eigene Labormessungen führen wir nicht durch. Wie wir bewerten