Anker SOLIX Solarbank 4 Pro: 5 kWh Speicher fürs BKW
Die Anker SOLIX Solarbank 4 Pro E5000 ist seit Juni 2026 im Handel: 5 kWh LiFePO4, bidirektionaler Wechselrichter integriert, bis zu 2.500 W Netzausgang, erweiterbar auf 30 kWh. Erste unabhängige Tests bestätigen die Leistungsdaten, zeigen aber zwei Schwächen: 81,5 % Wirkungsgrad und 36 W Standby-Verbrauch. Interessant für alle, die mehr als den 800-W-BKW-Deckel brauchen.
Was die Anker SOLIX 4 Pro 2026 ist (Solarbank 4 Pro E5000)
Anker hat am 12. Mai 2026 auf einem Launch-Event in Berlin die Solarbank 4 Pro E5000 vorgestellt, den bisher leistungsstärksten BKW-Speicher des Unternehmens. Kern der Neuerung: Statt eines externen Mikrowechselrichters bringt die Solarbank 4 Pro einen integrierten bidirektionalen Wechselrichter mit. Du kaufst damit kein reines Speichermodul mehr, sondern ein in sich geschlossenes Energiemanagementsystem.
Das bedeutet in der Praxis: Die Anlage nimmt Solarstrom entgegen, lädt ihren 5-kWh-Akku und speist die Energie über den integrierten Wechselrichter direkt ins Hausnetz ein, zeitlich gesteuert per App, auf Wunsch mit Berücksichtigung dynamischer Stromtarife. Eine separate Wechselrichter-Beschaffung entfällt.
Die Solarbank 4 Pro macht den externen Mikrowechselrichter überflüssig und hebt die maximale Einspeiseleistung gleichzeitig von 800 W auf 2.500 W.
Für das BKW-Segment ist das eine Verschiebung: Die bisherigen dedizierten BKW-Speicher (inkl. Solarbank 3) arbeiten als Puffer zwischen Panels und einem externen Mikrowechselrichter. Die Solarbank 4 Pro macht diesen Zwischenschritt überflüssig, netzgekoppelt per Wieland-Anschluss bis 2.500 W, im Bypass-Betrieb bis 3.600 W.
Technische Daten auf einen Blick
| Spec | Wert |
|---|---|
| Kapazität | 5,02 kWh LiFePO4 („InfiniPower™”) |
| Einspeisung Schuko | 600 / 790 / 800 W (per App wählbar) |
| Einspeisung netzgekoppelt | 2.500 W (Wieland, TÜV-zertifiziert) |
| Bypass / UPS | 3.600 W (16 A) · 10 ms Umschaltzeit |
| Solar-Eingänge | 4 × MPPT je max. 1.250 W → 5.000 W gesamt · bis 12 Module |
| Zyklen | 10.000 @ 80 % Restkapazität |
| Maße · Gewicht | 460 × 305 × 355 mm · 50 kg |
| Schutzklasse · Temp | IP66 · −20 bis +55 °C · max. 4.000 m |
| App / Integration | PowerOS · „Anka”-KI · dyn. Tarife (Tibber, Awattar) · Home Assistant API |
| Erweiterung | bis 30 kWh via BP5000 · Power Dock (120 kWh) geplant |
| Quelle: ankersolix.com · pv-magazine.de (2026-05-12) · computerbase.de · 16.05.2026 | |
Was unabhängige Tests inzwischen zeigen
Zum Zeitpunkt der Ankündigung im Mai lagen keine Testergebnisse vor. Das hat sich geändert: Mehrere Fachredaktionen haben das Gerät seit Juni geprüft. Stiftung Warentest hat es bislang nicht bewertet.
Der ausführlichste Messwert-Test stammt von energienerds.de (17.06.2026) und vergibt 4,2 von 5 Sternen. Zwei Ergebnisse daraus sind für die Kaufentscheidung wichtiger als die Gesamtnote:
Round-Trip-Wirkungsgrad
- Alle, die den Speicher wirtschaftlich rechnen.
- Gemessen über zwei Zyklen (81,6 % und 81,3 %). Von 100 eingespeicherten Wattstunden kommen rund 81 wieder heraus.
- Durchschnittlich für die Klasse. Neuere Zendure-Modelle erreichen etwa 87 %, ältere Anker-Generationen lagen bei 80 %.
Standby-Verbrauch
- Wer den Speicher dauerhaft am Netz betreibt.
- Dauerhafte Leistungsaufnahme aus dem Netz im Bereitschaftsbetrieb, gemessen von energienerds.de.
- Rund 315 kWh im Jahr, die der Speicher erst wieder einspielen muss. Anker hat eine Korrektur per Firmware angekündigt.
Der Standby-Wert ist der Punkt, an dem sich die Wirtschaftlichkeit entscheidet: Ein Speicher, der im Bereitschaftsbetrieb dauerhaft Strom zieht, arbeitet einen Teil seiner Ersparnis wieder ab. Ob das angekündigte Firmware-Update den Wert senkt, ist zum Zeitpunkt dieser Aktualisierung nicht belegt.
Weiter kritisiert wurde die Wärmeentwicklung: Bei durchgehend 2.500 W Last erreicht das Gehäuse 54 bis 59 °C, eine freie Aufstellung mit Luftzirkulation ist also Pflicht. Positiv hervorgehoben wurden der schnell reagierende Eigenverbrauchsmodus, die Anbindung dynamischer Stromtarife und eine offizielle Home-Assistant-Integration.
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Was neu ist gegenüber der Solarbank 3 E2700 Pro
Wer die Solarbank 3 kennt und die Zahlen daneben sieht: Anker hat hier kein Inkrement, sondern einen Generationssprung gemacht. Der Hauptunterschied ist nicht die doppelte Kapazität, sondern das Systemkonzept (integrierter Wechselrichter statt Drittanbieter-Kompatibilität) und die echte UPS-Funktion. Die folgende Tabelle stellt die acht relevantesten Spec-Achsen direkt nebeneinander.
2,7 kWh
5,02 kWh
+86 % Speicher, passt zu höherem Tagesertrag. Das kostet Masse: 50,0 statt 29,2 kg.
800 W
2.500 W
+213 %, sprengt den klassischen BKW-Deckel.
3.600 W
5.000 W
Bis zu 12 Module statt 8, Headroom für größere PV-Anlagen.
6.000
10.000
@ 80 % Restkapazität: +67 % Lebensdauer auf dem Papier.
16 kWh
30 kWh (Dock: 120)
Skaliert mit BP5000-Modulen, Power Dock geplant.
nicht vorhanden
10 ms · 3.600 W
Echte Notstromfunktion mit Bypass, neu im Segment.
IP65
IP66
Strahlwasserfest statt nur spritzwassergeschützt.
29,2 kg
50,0 kg
Die Solarbank 4 Pro ist deutlich schwerer, fester Aufstellort empfohlen.
Für wen die Solarbank 4 Pro sinnvoll ist
Du bist eine gute Zielgruppe, wenn …
Mehr Einspeiseleistung, dynamische Tarife, UPS oder skalierbares System.
- Du mehr als ein 800-W-BKW betreibst oder planst: die Solarbank 4 Pro kann netzgekoppelt bis 2.500 W einspeisen (Wieland), bei einem PV-Eingang von bis zu 5.000 W (12 Module). - Du dynamische Stromtarife nutzt (Tibber, Awattar o. ä.): die Anka-KI optimiert Lade- und Einspeisezeiten automatisch anhand von Echtzeit-Preissignalen und Wettervorhersage. - Du ein skalierbares System planst: bis 30 kWh mit BP5000-Erweiterungsbatterien, langfristig bis 120 kWh mit dem geplanten Power Dock. - Du eine echte UPS-Funktion brauchst: 10 ms Umschaltzeit bei Stromausfall, Bypass bis 3.600 W. - Du keinen externen Mikrowechselrichter haben willst: das integrierte System vereinfacht die Installation deutlich.
Eher nicht deine Wahl, wenn …
Standard-BKW, knappes Budget oder fehlende Aufstellfläche.
- Du bereits eine Solarbank 3 mit externem Wechselrichter hast und zufrieden bist: der Upgrade-Nutzen ist real, aber auch die Preissteigerung. - Du nur ein typisches 800-W-BKW mit 2–3 kWh Speicher betreibst: Die Solarbank 3 E2700 Pro (Testsieger Stiftung Warentest 04/2026) ist preiswerter und fürs Standard-Setup ausreichend. - Gewicht ist ein Kriterium: 50 kg sind keine Plug-and-Play-Hausdach-Lösung, das Gerät bleibt ortsfest. - Du auf Drittanbieter-Wechselrichter (SMA, Hoymiles, Enphase) setzen willst: die Solarbank 4 Pro integriert den Wechselrichter komplett.
Was offen bleibt
Häufige Fragen
Was ist die Anker SOLIX 4 Pro 2026?
Die Anker SOLIX 4 Pro 2026 (Solarbank 4 Pro E5000) ist ein 5-kWh-BKW-Speicher mit integriertem bidirektionalen Wechselrichter. Er speist bis zu 2.500 W netzgekoppelt ein, unterstützt 5.000 W Solar-Input (4 × MPPT, bis zu 12 Module), hat eine UPS-Funktion (10 ms) und 10.000 LiFePO4-Zyklen. Vorgestellt im Mai 2026, seit Juni im Handel und breit gelistet.
Was kostet die Anker SOLIX Solarbank 4 Pro?
Die Einführungsaktion mit vergünstigtem Preis und beigelegtem Smart Meter lief bis zum 11. Juni 2026 und ist beendet. Seither gilt der reguläre Handelspreis, der je nach Händler deutlich schwankt. Den tagesaktuellen Preis nennt der jeweilige Shop, wir führen bewusst keine eigenen Preisangaben.
Was ist der Unterschied zwischen Solarbank 3 und Solarbank 4 Pro?
Die Solarbank 4 Pro E5000 verdoppelt die Basiskapazität auf 5 kWh (Solarbank 3: 2,7 kWh) und steigert den maximalen Netzausgang auf 2.500 W (vorher: 800 W). Neu hinzu kommt ein integrierter bidirektionaler Wechselrichter, eine UPS-Funktion mit 10 ms Umschaltzeit und die höhere Schutzklasse IP66 (statt IP65). Gewicht und Preis steigen entsprechend: 50 kg statt 29,2 kg, und die Listenpreise liegen rund doppelt so hoch wie bei der Solarbank 3.
Ist die Anker SOLIX Solarbank 4 Pro von Stiftung Warentest getestet?
Von Stiftung Warentest bislang nicht. Deren BKW-Test aus April 2026 entstand, bevor die Solarbank 4 Pro erhältlich war. Andere Fachredaktionen haben sie seit Juni 2026 geprüft, ausführlich mit Messwerten etwa energienerds.de.
Wie viele Solarmodule kann ich an die Solarbank 4 Pro anschließen?
Bis zu 12 Solarmodule über 4 MPPT-Eingänge (je max. 1.250 W, gesamt 5.000 W). Das erlaubt auch den Anschluss größerer PV-Anlagen deutlich jenseits des typischen 800-W-BKW-Rahmens.
Kann die Solarbank 4 Pro als Notstrom-USV genutzt werden?
Ja. Die Solarbank 4 Pro verfügt über einen integrierten Bypass mit 3.600 W (16 A) und einer UPS-Umschaltzeit von 10 ms. Bei Stromausfall übernimmt sie automatisch, eine Funktion, die bei der Solarbank 3 nicht vorhanden war.
Auf wie viel kWh lässt sich das System erweitern?
Über externe BP5000-Erweiterungsbatterien (je 5 kWh) sind bis zu 30 kWh möglich. Mit dem geplanten Power Dock sollen künftig sogar bis zu 120 kWh erreichbar sein.
Michael Dymny
Gründer und Redakteur · Veröffentlicht am 16. Mai 2026
Quellen
- Anker SOLIX, Produktseite Solarbank 4 E5000 Pro (Herstellerangaben)
- pv magazine Deutschland, Anker Solix stellt neuen 5-Kilowattstunden-Speicher vor (12.05.2026)
- energienerds.de, Test Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro (17.06.2026): Wirkungsgrad und Standby-Verbrauch gemessen
- ComputerBase, Anker Solix Solarbank 4 Pro im Test (24.07.2026)
- homeandsmart.de, SOLIX 2 vs. SOLIX 3 im Check (Daten zur Solarbank 3 E2700 Pro)
Die Bewertung entsteht aus diesen Angaben und den Datenblättern der Hersteller. Eigene Labormessungen führen wir nicht durch. Wie wir bewerten