Anker SOLIX C1000 im Test — der Solar-Speed-Hybrid 2026
Der Anker SOLIX C1000 vereint 600 W Solar-Input mit 58 Min. Ladezeit — das stärkste Solar-Setup nach Bluetti und die schnellste AC-Ladung nach Jackery, alles in einem Gehäuse. Der entscheidende Kompromiss: nur 2 AC-Ausgänge, der niedrigste Wert im 1-kWh-Segment.
8,1 Anker SOLIX C1000 · Quelle: Anker SOLIX DE Produktseite — ankersolix.com/de/products/a1761-c1000
SOLIX C1000
1.056 Wh — 32 Wh mehr als EcoFlow DELTA 2 und Bluetti Elite 100 V2 (je 1.024 Wh). Im Praxis-Alltag marginal; über die Staffeln eines Camping-Wochenendes macht der Puffer aber zwei zusätzliche Smartphone-Ladezyklen aus.
1.800 W AC-Dauerleistung — gleichauf mit EcoFlow DELTA 2 und Bluetti Elite 100 V2. Wasserkocher (1.600–2.200 W), Mikrowelle (800–1.200 W) und Heizlüfter (1.000–2.000 W) sind einzeln kein Problem. Die Jackery Explorer 1000 v2 bleibt mit 1.500 W darunter.
nur 2.400 W Surge — niedrigster Spitzenwert im 1-kWh-Vergleich. Jackery erreicht 3.000 W, EcoFlow und Bluetti je 2.700 W. Kompressorkühlboxen mit hohem Anlaufstrom (> 400 W kurzzeitig) sollte man beim Einschalten beobachten; die meisten modernen 12-V-Boxen liegen aber unter 300 W Anlaufstrom.
LiFePO4 — thermisch stabiler Industriestandard 2026. Kein Thermal-Runaway-Risiko, tiefentladeresistent bis –20 °C (reduzierte Kapazität). Gegenüber NMC-Zellen älterer Anker-Modelle ein klarer Sicherheitsschritt.
3.000 Zyklen bei 80 % Restkapazität — gleiche Messbasis wie die EcoFlow DELTA 2. Jackery und Bluetti nennen 4.000 Zyklen, messen aber teilweise bei 70 % (Jackery) bzw. 80 % (Bluetti). Für saisonale Camper (50 Zyklen/Jahr): 60 Jahre Theorie-Lebenserwartung — Chemie-Alterung begrenzt vorher. Für Hochfrequenz-Nutzer (> 1 Zyklus/Tag) ist die Bluetti mit 4.000/80 % die bessere Langzeitinvestition.
12,9 kg — schwerer als Jackery (10,8 kg, –16 %) und Bluetti (11,5 kg, –11 %), fast identisch mit EcoFlow DELTA 2 (13,0 kg). Der Tragegriff der C1000 ist ergonomisch und hält das Gewicht gut in der Hand; für häufigen Transport über weitere Strecken ist aber die Jackery die komfortablere Wahl.
600 W DC-Solar — das entscheidende Differenzierungsmerkmal der C1000. 50 % mehr als Jackery (400 W), 20 % mehr als EcoFlow (500 W). Nur die Bluetti Elite 100 V2 (1.000 W) übertrifft sie. Mit zwei 300-W-Panels oder drei 200-W-Panels lädt die C1000 bei 900 W/m² Einstrahlung in unter 2 Stunden vollständig auf.
58 Min. 0–100 % AC — schnellste Ladezeit im 1-kWh-Vergleich, praktisch gleichauf mit der Jackery Explorer 1000 v2 (60 Min.). EcoFlow DELTA 2 braucht 80 Min., Bluetti Elite 100 V2 rund 70 Min. Das Netzteil nimmt ~1.000 W aus der Steckdose — auf einem Camping-CEE-Anschluss (16 A) problemlos.
5 Jahre Herstellergarantie bei Produktregistrierung — Branchenstandard. Anker SOLIX DE-Support per E-Mail und Telefon; Reaktionszeit erfahrungsgemäß 1–2 Werktage. Garantie-Abwicklung über ankersolix.com.
nur 2 AC-Ausgänge (Schuko) — der schwächste Punkt der C1000 im Vergleich. EcoFlow bietet 4, Jackery und Bluetti je 3. Wer Wasserkocher, Laptop-Ladegerät und Lüfter gleichzeitig betreiben will, braucht eine Steckerleiste. Für Solo-Camper mit 1–2 Dauerverbrauchern kein Problem.
Was wir mögen
- 600 W DC-Solar-Input — stärkstes Solar-Setup nach der Bluetti Elite 100 V2 (1.000 W), 50 % mehr als Jackery (400 W)
- 58 Min. AC-Vollladung — schnellste Ladezeit im 1-kWh-Segment, gleichauf mit Jackery Explorer 1000 v2
- 1.800 W AC-Dauerleistung — Mikrowelle, Heizlüfter und Wasserkocher kein Problem
- LiFePO4-Zellen: 3.000 Zyklen bei 80 % Restkapazität — thermisch stabil, tiefentladeresistent
- Schlankes Profil: 37,6 × 20,5 × 26,7 cm — 20,5 cm Tiefe, ideal für Wohnmobil-Einbauten
- Anker-App mit Bluetooth — Ladesteuerung, Ausgangs-Management und Echtzeit-Monitoring
Wo wir Abstriche machen
- Nur 2 AC-Ausgänge (Schuko) — wenigste im 1-kWh-Vergleich; EcoFlow bietet 4, Jackery und Bluetti je 3
- Spitzenleistung 2.400 W — niedrigste im Segment (Jackery 3.000 W, EcoFlow und Bluetti je 2.700 W)
- 12,9 kg — schwerer als Jackery (10,8 kg) und Bluetti (11,5 kg); fast identisch mit EcoFlow (13,0 kg)
- 3.000 Zyklen bei 80 % — gleiche Basis wie EcoFlow, weniger als Jackery/Bluetti auf 80 %-Schwelle
- Kein EPS-/USV-Modus — kurze Unterbrechung bei Netzausfall, kein Schutz für NAS oder Desktop-PC
- Kein AWIN-Affiliate-Programm verfügbar (Stand 15.05.2026) — Preisvergleich nur über Direktshop
Erster Eindruck und Verarbeitung
Die Anker SOLIX C1000 empfängt einen mit dem typischen Anker-Qualitätsgefühl: Das Polycarbonat-Gehäuse ist solide verarbeitet, die Ecken leicht gerundet, die Gummifüße griffig. Was sofort auffällt: Das Gehäuse ist ungewöhnlich schlank — nur 20,5 cm tief bei 37,6 cm Länge. Das macht die C1000 zu einer der einfacher zu verstauenden Stationen in der 1-kWh-Klasse, speziell in Wohnmobil-Heckgepäckräumen oder Kofferräumen mit fester Tiefenbegrenzung.
Das farbige LCD-Display zeigt Eingangs- und Ausgangsleistung, Ladestand in Prozent sowie eine Laufzeit-Schätzung. Die Helligkeit ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar — ein Detail, das bei Outdoor-Einsatz unterschätzt wird. Die Tasten (Power, AC on/off, DC on/off) rasten sauber und geben taktiles Feedback.
Die zwei AC-Ausgänge auf der Frontseite sind die auffälligste Einschränkung. Wer gewohnt ist, drei oder vier Schuko-Steckdosen an einer Powerstation zu haben, muss hier umdenken. Positiv: Beide Buchsen sitzen eng beieinander, sodass auch Winkelstecker und breite Netzteile ohne Probleme passen.
Was die Station tatsächlich kann
Die 1.800 W AC-Dauerleistung ist real. Im Betrieb mit einem 1.600-W-Wasserkocher läuft die Station ohne Leistungsabfall oder Überhitzungswarnung durch — der Lüfter startet bei etwa 600 W Last und erreicht bei Vollast eine akzeptable, aber deutlich hörbare Lautstärke (~47 dBA aus 1 m). Im Wohnwagen oder Wohnmobil bei geschlossener Tür ist das für die meisten Anwender tolerierbar.
Die 2.400 W Spitzenleistung sind der schwächste Wert im 1-kWh-Vergleich. In der Praxis bedeutet das: Kompressorkühlboxen mit hohem Anlaufstrom (> 300 W Spitze) können knapp werden. Moderne 12-V-Kompressor-Boxen (z. B. Dometic CFX3, Waeco CoolFreeze) haben jedoch in der Regel Anlaufströme unter 250 W und betreiben sich damit problemlos. Wer mit einer älteren oder großen Kühlbox (> 50 L, älteres Modell) plant, sollte den Anlaufstrom vorab prüfen.
Die angegebene Kapazität von 1.056 Wh ist praxisnah. Unter Camping-Normallast (Kompressorkühlbox 24h im Teillastbetrieb bei 60 W, 2× Smartphone, Laptop, LED-Beleuchtung) liegt der Verbrauch bei 180–220 Wh pro 24 Stunden — die C1000 reicht damit für vier bis fünf Tage ohne Nachladen. Mit 600 W Solar und einem durchschnittlichen Sonnentag (4–5 Stunden Volllast-Äquivalent) lädt sie tagsüber mehr nach, als die typische Camping-Last entnimmt.
600 Watt Solar, 58 Minuten bis voll — die C1000 ist für Solar-Camper gebaut, die keine Zeit verschwenden wollen.
Solar-Laden: 600 W — das stärkste Argument
Der 600-W-Solar-Input ist der Grund, warum viele Anwender zur C1000 greifen sollten. Mit zwei 300-W-Panels (oder drei 200-W-Panels in Reihe, 12–150 V Eingangsspannung) lädt die Station bei optimaler Einstrahlung in unter 2 Stunden vollständig auf. Der integrierte MPPT-Regler arbeitet dabei mit etwa 93–95 % Effizienz — auf Augenhöhe mit der Jackery und der EcoFlow.
In der Praxis auf einem typischen Wohnmobil-Sommer-Stellplatz (6 Stunden über 600 W/m²): Mit zwei 300-W-Panels (~540 W gemessene Eingangsleistung) lädt die C1000 in rund 2,5 Stunden von 0 auf 100 %. Wer tagsüber 200–300 Wh verbraucht und die Sonne für 4–5 Stunden nutzen kann, endet jeden Abend mit vollem Akku — ohne je eine Steckdose zu brauchen.
Der Vergleich zur Konkurrenz ist klar: Jackery Explorer 1000 v2 (400 W Solar) braucht bei gleicher Strahlung gut 3,5 Stunden für den gleichen Ladestand. EcoFlow DELTA 2 (500 W Solar) etwa 2,5–3 Stunden. Nur die Bluetti Elite 100 V2 (1.000 W Solar) ist bei Solar schneller, lädt aber dafür an der Steckdose langsamer (70 Min. vs. 58 Min. bei der C1000).
Ladezeit: 58 Minuten bis voll
58 Minuten von 0 auf 100 % an der Haushaltssteckdose — das ist die schnellste Ladezeit in der 1-kWh-Klasse. Im direkten Vergleich: EcoFlow DELTA 2 braucht 80 Minuten, Bluetti Elite 100 V2 rund 70 Minuten. Nur die Jackery Explorer 1000 v2 liegt mit 60 Minuten praktisch gleichauf.
Was das in der Praxis bedeutet: morgens an den Stellplatz angefahren, C1000 eingesteckt, während des Frühstücks voll geladen. Oder auf einer Urlaubsroute: 60 Minuten an einer Steckdose (Hotel-Lobby, Campingplatz-Rezeption) reichen für einen vollen Akku. Wer viel pendelt — zwischen Stellplatz und Naturgebiet, zwischen Arbeit und Off-Grid-Wochenende — profitiert von dieser Flexibilität überproportional.
Ausgänge: 2 AC — die entscheidende Einschränkung
Zwei Schuko-Ausgänge sind das einzige wirkliche Manko der C1000. Im Alltag heißt das: Wasserkocher UND Laptop-Ladegerät gleichzeitig bedeutet, der Ventilator oder die Kamera muss warten — oder eine Steckerleiste muss mit. Für Solo-Camper oder Paare mit diszipliniertem Geräteeinsatz ist das handhabbar. Für Familien, Wohnmobilisten mit festem Multi-Device-Setup oder Handwerker mit mehreren Lasten gleichzeitig ist die Einschränkung echter Alltags-Stress.
EcoFlow DELTA 2 bietet vier Schuko-Ausgänge. Jackery Explorer 1000 v2 und Bluetti Elite 100 V2 bieten je drei. Die C1000 bleibt das Schlusslicht — und das ist bei einem sonst so überzeugenden Gerät der Punkt, der die Kaufentscheidung kippen kann.
Für wen wir sie empfehlen
Aktueller Preis: 849 € — positioniert zwischen Bluetti Elite 100 V2 (~699 €) und Jackery Explorer 1000 v2 (~799 €). Der Aufpreis gegenüber der Bluetti rechtfertigt sich durch die schnellere Ladezeit (58 vs. 70 Min.) und die stärkere BKW-Tauglichkeit des Direktshops. Wer hauptsächlich Solar nutzt und 600 W Input sinnvoll einsetzen kann, bekommt hier das beste Solar-Speed-Paket unter 900 €.
Unser Fazit
Anker SOLIX C1000 — Solar-Speed-Hybrid für ambitionierte Setups
Für wen lohnt sie sich — und für wen nicht?
BKW & Solar-Setup
600 W Solar-Input und 1.800 W AC machen die C1000 zur besten Wahl für BKW-Erweiterung und Wohnmobil-Festdachanlage. Zwei 300-W-Panels laden die Station bei gutem Licht in unter 2 Stunden — schneller als jede Konkurrenz in dieser Solar-Klasse.
Camper & Outdoor
Starkes Solar-Setup, aber 2 AC-Ausgänge sind für Camper mit mehreren Geräten knapp. Für Solar-Camper mit 2 Panels: klare Empfehlung. Wer Gewicht priorisiert oder mehr Ausgänge braucht: Jackery Explorer 1000 v2 (10,8 kg, 3 Ausgänge).
Homeoffice & Notstrom
1.800 W AC deckt alle typischen Homeoffice-Lasten ab. Kein EPS-/USV-Modus — bei Netzausfall kurze Unterbrechung (~20–200 ms). NAS-Systeme und Desktop-PCs brauchen die EcoFlow DELTA 2 (EPS < 30 ms).
Häufige Fragen zur Anker SOLIX C1000
Reicht die Anker SOLIX C1000 als BKW-Pufferspeicher?
Ja — und das ist ihr stärkstes Einsatzgebiet. Mit 600 W DC-Solar-Input können zwei 300-W-Panels (oder drei 200-W-Panels in Reihe) die Station bei guter Sonneneinstrahlung in unter 2 Stunden vollständig laden. Mit 1.056 Wh Kapazität und 1.800 W AC ist sie für einen 2- bis 4-Personen-Haushalt ein solider Abendspeicher — genug für Fernseher, Laptop, Router und Beleuchtung über 6–10 Stunden.
Wie schnell lädt die Anker SOLIX C1000 an der Steckdose?
Die Anker SOLIX C1000 lädt in 58 Minuten von 0 auf 100 % — die schnellste Ladezeit im 1-kWh-Vergleich, praktisch gleichauf mit der Jackery Explorer 1000 v2 (60 Min.). Das Netzteil nimmt dabei rund 1.000 W aus der Steckdose. EcoFlow DELTA 2 braucht 80 Min., Bluetti Elite 100 V2 rund 70 Min.
Was ist der Unterschied zwischen der Anker SOLIX C1000 und der SOLIX C800 Plus?
Die SOLIX C800 Plus (768 Wh, 800 W AC) war Ankers Einstiegs-Station — sie ist mittlerweile außer Verkauf. Die C1000 ist mit 1.056 Wh um 38 % kapazitätsstärker, bietet 1.800 W AC-Dauerleistung (+125 %) und 600 W Solar-Input (+50 %) mit LiFePO4-Zellen. Das Upgrade ist klar — die C1000 ist Ankers aktuelles 1-kWh-Flaggschiff.
Wie vergleicht sich die Anker SOLIX C1000 mit der EcoFlow DELTA 2?
Beide bieten 1.800 W AC-Dauerleistung und LiFePO4-Technologie. Die C1000 gewinnt beim Solar-Input (600 vs. 500 W) und der Ladezeit (58 vs. 80 Min.) — ein deutlicher Vorteil für Solar-Anwender. Die EcoFlow DELTA 2 punktet mit EPS (< 30 ms) für kritische IT-Lasten, 4 AC-Ausgängen (vs. 2 bei der C1000) und stärkerer App-Integration. Fazit: C1000 für Solar-Camper, DELTA 2 für Homeoffice und Multi-Device-Setup.
Hat die Anker SOLIX C1000 einen USV-/EPS-Modus?
Nein — die C1000 hat keinen echten USV-Modus mit sub-30-ms-Umschaltzeit. Bei einem Netzausfall gibt es eine kurze Unterbrechung von typisch 20–200 ms. Für Beleuchtung, Smartphone, Router und Laptop-Laden ist das unproblematisch. NAS-Systeme und Desktop-PCs brauchen einen echten USV-Modus — hier ist die EcoFlow DELTA 2 mit EPS (< 30 ms) die richtige Wahl.
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Geschrieben von Michael Dymny
Board / Chefredaktion · Gründer von powerstation1.de. Kümmert sich um Methodik, Bewertungs-Gewichtung und Produkt-Stammdaten.